AGB

Stand: Juli 2026

Hinweis: Dieses Muster orientiert sich an den gesetzlichen Vorgaben für das Baugewerbe (u. a. Werkvertrags- und Bauvertragsrecht, Verbraucherschutz) und sollte vor der Veröffentlichung von einer rechtskundigen Person geprüft werden.

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge zwischen der Imperea UG (haftungsbeschränkt), Ingrimstr. 38, 69117 Heidelberg (nachfolgend „Auftragnehmer") und ihren Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Auftraggeber") über Sanierungs-, Renovierungs- und Bauleistungen. Für Verträge mit Verbraucherinnen und Verbrauchern (§ 13 BGB) gelten ergänzend die besonderen Vorschriften zum Verbraucherbauvertrag (§§ 650i–650n BGB). Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nur wirksam, wenn der Auftragnehmer ihnen ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

2. Vertragsgegenstand

Gegenstand des Vertrags sind Werkleistungen im Bereich Sanierung, Renovierung und Baukoordination gemäß dem jeweiligen Angebot und der zugehörigen Leistungsbeschreibung. Handelt es sich um die Herstellung, Wiederherstellung oder den Umbau eines Bauwerks oder Teilen davon, liegt ein Bauvertrag im Sinne des § 650a BGB vor. Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Ausführung qualifizierte Partnerbetriebe und Subunternehmer hinzuzuziehen.

3. Zustandekommen des Vertrags

Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet. Ein Vertrag kommt durch schriftliche Auftragsbestätigung oder durch ausdrückliche Beauftragung mit schriftlicher Bestätigung zustande. Bei Verbraucherbauverträgen erhält der Auftraggeber vor Vertragsschluss eine Baubeschreibung in Textform gemäß § 650j BGB, die Vertragsbestandteil wird.

4. Widerrufsrecht für Verbraucher

Widerrufsbelehrung (§§ 312g, 355 BGB): Verbraucherinnen und Verbraucher haben bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen das Recht, diesen Vertrag innerhalb von vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Die Frist beginnt mit dem Tag des Vertragsschlusses. Der Widerruf ist in Textform (z. B. Brief oder E-Mail) an die im Impressum genannten Kontaktdaten zu richten.

Im Falle eines wirksamen Widerrufs werden bereits geleistete Zahlungen unverzüglich, spätestens binnen vierzehn Tagen, zurückerstattet. Haben Sie ausdrücklich verlangt, dass mit der Leistung bereits während der Widerrufsfrist begonnen wird, ist ein angemessener Betrag für die bis zum Widerruf bereits erbrachte Leistung zu zahlen. Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Auftragnehmer die Leistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst nach ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers begonnen hat.

5. Vergütung und Zahlungsbedingungen

Es gelten die im jeweiligen Angebot vereinbarten Preise, netto zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht anders angegeben. Rechnungen sind, soweit nicht abweichend vereinbart, innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug fällig. Bei Verbraucherbauverträgen dürfen vereinbarte Abschlagszahlungen insgesamt 90 % der Gesamtvergütung nicht übersteigen (§ 650m BGB); die restliche Schlusszahlung wird nach Abnahme fällig.

6. Änderungswünsche des Auftraggebers

Der Auftraggeber kann Änderungen des vereinbarten Werkerfolgs verlangen (§ 650b BGB). Können sich beide Seiten nicht binnen 30 Tagen einigen, kann der Auftraggeber die Änderung in Textform anordnen; der Auftragnehmer ist zur Ausführung verpflichtet, soweit ihm dies zumutbar ist. Für die daraus resultierende Vergütungsanpassung gilt § 650c BGB.

7. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber stellt die für die Ausführung notwendigen Voraussetzungen bereit, etwa Zugang zur Baustelle, Strom- und Wasseranschluss sowie erforderliche Unterlagen und Genehmigungen. Verzögerungen infolge fehlender Mitwirkung gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers; dadurch entstehende Mehrkosten können in Rechnung gestellt werden. Der Auftraggeber informiert den Auftragnehmer über alle ihm bekannten, für die Ausführung relevanten Umstände (z. B. Altlasten, besondere Bausubstanz).

8. Abnahme

Der Auftraggeber ist verpflichtet, das vertragsgemäß hergestellte Werk abzunehmen, sofern nicht die Beschaffenheit des Werks die Abnahme ausschließt. Wegen unwesentlicher Mängel kann die Abnahme nicht verweigert werden. Setzt der Auftragnehmer nach Fertigstellung eine angemessene Frist zur Abnahme und verweigert der Auftraggeber diese nicht unter Benennung mindestens eines Mangels, gilt das Werk als abgenommen (§ 640 Abs. 2 BGB). Mit der Abnahme beginnt die Gewährleistungsfrist.

9. Gewährleistung

Der Auftragnehmer gewährleistet, dass das Werk bei Abnahme frei von Sach- und Rechtsmängeln ist. Die Gewährleistungsfrist beträgt gemäß § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB fünf Jahre ab Abnahme für Bauwerke und Arbeiten an Bauwerken. Offensichtliche Mängel sind unverzüglich, spätestens innerhalb von zwei Wochen nach Abnahme, schriftlich anzuzeigen. Dem Auftraggeber stehen bei Mängeln die gesetzlichen Rechte aus § 634 BGB zu (Nacherfüllung, Selbstvornahme, Rücktritt, Minderung, Schadensersatz); vor weitergehenden Ansprüchen ist dem Auftragnehmer zunächst Gelegenheit zur Nacherfüllung zu geben.

10. Haftung

Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie aus etwaigen Garantiezusagen bleibt unberührt.

11. Kündigung

Der Auftraggeber kann den Vertrag bis zur Fertigstellung des Werks jederzeit kündigen; der Auftragnehmer behält in diesem Fall den Anspruch auf die vereinbarte Vergütung abzüglich ersparter Aufwendungen (§ 648 BGB). Beide Parteien können den Vertrag zudem aus wichtigem Grund ohne Kündigungsfrist beenden (§ 648a BGB), wenn ihnen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unter Abwägung aller Umstände nicht zumutbar ist.

12. Datenschutz

Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Auftraggebers im Rahmen der Vertragserfüllung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Weitere Informationen enthält unsere Datenschutzerklärung.

13. Streitschlichtung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: ec.europa.eu/consumers/odr. Der Auftragnehmer ist nicht verpflichtet und grundsätzlich nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

14. Schlussbestimmungen

Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Auftragnehmers. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt der übrige Vertrag hiervon unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine dem wirtschaftlichen Zweck möglichst nahe kommende wirksame Regelung.

Hinweis zum Vertragsabschluss über diese Website

Die auf dieser Website dargestellten Leistungen und Preise stellen kein verbindliches Angebot im rechtlichen Sinne dar; ein Vertragsabschluss findet über diese Website nicht statt. Anfragen über das Kontaktformular, per E-Mail oder Telefon dienen der unverbindlichen Kontaktaufnahme und der Vorbereitung eines individuellen Angebots. Ein Vertrag kommt erst nach persönlicher Abstimmung, gegebenenfalls einer Besichtigung vor Ort und ausdrücklicher Annahme eines schriftlichen Angebots zustande. Über diese Website erfolgt keine kostenpflichtige Bestellung und keine Online-Zahlung.